Wichtiger Hinweis für Hieb- und Stichwaffen, blanke Waffen (Stiefeldolch, Dolch, Schlagstock, Schwert), Springmesser und Armbrust

Es ist verboten:
1.Anscheinswaffen,
2.Hieb- und Stoßwaffen, Armbrust, Stiefeldoch, Dolch, Schwert (alle Blankwaffen) usw.
3.Messer mit einhändig feststellbarer Klinge (Einhandtaschenmesser) oder feststehende Messer mit einer Klingenlänge über 12 cm zu führen.

Dieser Absatz gilt nicht:
1.für die Verwendung bei Foto-, Film oder Fernsehaufnahmen oder Theateraufführungen
2.für den Transport in einem verschlossenen Behältnis,
3.für das Führen der Gegenstände nach Abs. 1 Nr. 2 und 3, sofern ein berechtigtes Interesse vorliegt.

Ein berechtigtes Interesse liegt insbesondere vor, wenn das Führen der Gegenständen im Zusammenhang mit der Berufsausübung erfolgt, der Brauchtumspflege, dem Sport oder einem allgemein anerkannten Zweck dient.

Das bedeutet im Klartext:
Diese Ergänzung im Waffengesetz bezieht sich allein auf das zugriffsbereite Tragen in der Öffentlichkeit.

Für die Praxis bedeutet das, dass man Messer, die dann unter das Führ-Verbot fallen, sehr wohl führen darf. Man muss nur einen anerkannten Grund dafür haben. In jedem Falle bleibt das Führen beim Wandern, zum Picknick, Campen oder ähnlichen Freizeitbeschäftigungen nach wie vor erlaubt.

Eine Einstufung als Waffe ist dadurch nicht gegeben. Demnach liegt keine Altersbeschränkung für den Erwerb vor.

Durch das neue Gesetz sind der Verkauf und der Besitz nicht betroffen! Sie als Kunde und ich als Händler dürfen alles weiterhin wie gehabt, verkaufen und auch Tragen (wie oben beschrieben). Sie aks Kunde dürfen auch alles weiterhin wie gehabt erwerben, besitzen, nach Hause tragen und sein Hobby damit ausüben. Dolche, Stiefeldolch, Schwerter, Säbel, Springmesser, Einhandtaschenmesser, feststehende Messer über 12 cm Klingenlänge, mit Feder unterstützte Taschenmesser und Armbrust sind ab 18 Jahren frei erwerbbar. Allerdings dürfen diese nicht auf öffentlichen Veranstaltungen geführt werden, also Jahrmärkten, Volksfesten, Konzertveranstaltungen oder Messen.

Außerdem ist es grundsätzlich untersagt, Blankwaffen auf Märkten, Jahrmärkten, Messen oder ähnlichen öffentlichen Veranstaltungen zu vertreiben und/oder zu überlassen. Ausnahmegenehmigungen können bei der örtlichen Polizei oder beim zuständigen Ordnungsamt beantragt werden.

 Gesetzlich definierte Ausnahmen vom Führverbot sind:

  • Verwendung bei Foto, Film, Fernsehaufnahmen oder Theateraufführungen
  • Transport in einem verschlossenen Behältnis
  • Führen bei berechtigtem Interesse (Brauchtumspflege, Berufsausübung, Sport etc.)
  • sozial anerkannte Zwecke (Wandern, Picknick, Gartenpflege...)